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Tipps zum Heizkosten sparen

Heizkosten SparenVermeide unbedingt häufig gemachte Fehler! Die Heizkosten machen heutzutage den größten Anteil an den Wohnnebenkosten aus. Auch wenn der Heizölpreis inzwischen wieder etwas nachgegeben hat, so sollte dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass er sich dennoch auf einem hohen Niveau befindet.

Die Kosten, um die Wohnung oder das eigene Haus warm zu bekommen, sind in den vergangenen 15 Jahren spürbar gestiegen. Umso wichtiger ist es daher, wenn man einige Ratschläge beherzigt, die helfen können beim Heizkosten sparen. Im folgenden Ratgeber gibt es 20 wissenswerte Tipps, damit die Heizkosten nicht außer Kontrolle geraten.

 

1. Was ist die richtige Heiztemperatur und wie wird sie geregelt?

Die Raumtemperatur wird auch heute über das klassische Thermostat gesteuert. Dies ist ein Drehregler mit Zahlen, die üblicherweise von 1-5 reichen. Außerdem gibt es auf dem Thermostat die Symbole „Schneeflocke“ und „Mondsichel“. Die Schneeflocke ist die Frostschutzfunktion der Heizung. Wird das Thermostat auf dieses Symbol eingestellt, so springt die Heizung an, sobald die Raumluft sich auf 0°C abkühlt. Dadurch soll verhindert werden, dass bei Minusgraden das Wasser in der Heizung gefriert und das Heizsystem Frostschäden davonträgt. Die übrigen Zahlen auf dem Thermostat stehen für eine bestimmte Raumtemperatur. Auf der 1 heizt die Heizung den Raum bis ca. 12°C auf, auf der 2 bis ca. 16°C, auf der 3 bis ca. 20°C, auf der 4 bis ca. 24°C und auf der 5 bis ca. 28°C. Auf der entsprechenden Zahl öffnet das Thermostat den Zufluss selbständig, bis die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist, dann regelt es den Durchfluss herunter.

Heizkosten sparen Termostat

Heizkosten sparen mit dem richtigen Thermostat*

 

2. Türen von wenig benutzten Räumen schließen

Um die Wohnung oder das Haus effizient zu erwärmen ist es nötig, die Türen zwischen den Räumen geschlossen zu halten, wenn zwischen diesen ein Temperaturgefälle besteht. Dies ist üblicherweise besonders kritisch bei Türen zum Flur oder Treppenhaus und bei Türen zwischen Wohnräumen und Bädern oder Schlafzimmern. Ein kurzes Öffnen und Schließen um den Raum zu betreten oder zu verlassen reicht dagegen nicht aus, um die Luftmassen merklich zu vermischen. Nur längere Zeit sollten die Türen nicht geöffnet bleiben. Tipp: Wenn Ihr Schlafzimmer gleich neben dem Wohnzimmer liegt, so drehen Sie vor dem Zubettgehen die Heizung im Wohnzimmer ab und öffnen Sie die Tür zum Schlafzimmer weit. Auf diese Weise strömt die warme Luft aus dem Wohnzimmer ins Schlafzimmer ab und Sie brauchen dort nicht auch noch die Heizung anzustellen.

 

3. Nicht zu kühl aber auch nicht zu warm

Je mehr die Raumtemperatur über der Umgebungstemperatur liegt, desto höher der Energieverbrauch beim Heizen. Das ist kein Geheimnis. Doch welche Durchschnittstemperatur sollte man anstreben, um Heizkosten zu verringern, jedoch nicht am Wohnkomfort zu sparen? Üblicherweise sollte die Temperatur in Wohnräumen tagsüber je nach Empfinden bei ca. 18-22°C liegen. Der Versuch, die Wohnung durch Heizungseinstellung 5 im tiefsten Winter auf 28°C zu bringen, wird dagegen meistens scheitern und vergeudet nur Unmengen an Energie. In Schlafzimmern und Bädern sind niedrigere Temperaturen anzustreben, hier genügen in der Regel 14-18°C. Wer aus falscher Sparsamkeit gar nicht heizt, der riskiert allerdings Schimmelbefall. In Mietwohnungen ist diese Praxis zudem verpönt, da dann die Nachbarn entsprechend stärker heizen müssen.

Heizkosten sparen Heiztemperatur

Heizkosten sparen mit der richtigen Heiztemperatur!

 

4. Die richtige Heiztemperatur einstellen

Um effizient zu heizen, ist es vor allem auch wichtig, die Heizung zum rechten Zeitpunkt auf- und auch wieder abzudrehen. Vor dem Schlafengehen sollten alle Heizungen in der Wohnung herunter geregelt werden. Die Einstellung „Mondsichel“ ist hierfür gedacht. Damit pendelt sich die Raumtemperatur auf ca. 14°C ein. Das spart Energie, dennoch sinkt die Temperatur nicht so tief, dass am nächsten Tag das Aufheizen unverhältnismäßig lange dauern würde. Wer tagsüber nicht zu Hause ist, der kann es auch bei dieser Einstellung belassen. Am Feierabend wird das Wohnzimmer dennoch in wenigen Minuten wieder gemütlich, sobald die Heizung aufgedreht wird.

 

5. Soll ich im Urlaub heizen Ja oder Nein?

Manch einer hat es vielleicht schon erlebt: Man kommt aus einem längeren Winterurlaub zurück und die Wohnung ist völlig ausgekühlt. Selbst auf hoher Stufe scheint die Heizung es dann einfach nicht zu schaffen, wieder Wärme in die Räumlichkeiten zu bringen, denn die Kälte steckt tief im Mauerwerk. Das kostet große Energiemengen. Besser ist es dagegen, auch während der Abwesenheit die Heizung immer ein wenig laufen zu lassen. Die Einstellung 1 ist hierfür optimal. Wer nur wenige Tage weg bleibt, der kann auch die Einstellung „Mondsichel“ verwenden.

Heizkosten sparen im Urlaub

Heizkosten sparen im Urlaub ganz einfach!

 

6. Notwendiges Lüften der Räume

Frischluft ist für die Wohnqualität unabdingbar. Ansonsten steigt die Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen immer weiter, Kondenswasser entsteht, Schimmel kann entstehen. Auf der anderen Seite entzieht das Lüften den Räumen aber Wärme. Um Heizkosten sparen zu können, muss daher möglichst effizient gelüftet werden. Durchzug ist hier das Mittel der Wahl. Dadurch kommt schnell viel frische Luft herein, aber Möbel und Mauerwerk kühlen nicht aus. Als Faustregel gilt: Bei Minusgraden genügen bereits wenige Minuten, im Frühjahr und Herbst eine halbe Stunde, im Hochsommer kann durchgehend gelüftet werden, denn die Heizung bleibt ohnehin aus. Am besten lüftet man mindestens einmal morgens und einmal nachmittags.

 

7. Programmierbare Thermostate einbauen

Programmierbare Thermostate, die sich zum Teil sogar über das Internet mit dem Computer oder Smartphone ansteuern lassen, sind heute sehr beliebt und können Heizkosten sparen. Entsprechende „Smart-Home“ Lösungen gibt es sogar schon recht preisgünstig. Sie garantieren, dass die Heizung auch bei Abwesenheit immer die richtige Temperatur hält. Man kann das Heizungssystem so einstellen, dass die Heizung erst eine halbe Stunde anheizt, bevor man von der Arbeit nach Hause kommt. Wer verreist, der braucht sich keine Sorgen machen, ob er nicht doch irgendwo eine Heizung vergessen hat abzustellen.

Heizkosten sparen Fenster

Heizkosten sparen Fenster und Fenster möglichst geschlossen halten!

 

8. Die Fenster über Nacht geschlossen halten

Nachts fallen die Außentemperaturen normalerweise besonders stark ab. Daher sollten die Fenster über Nacht besser geschlossen bleiben. Lediglich im Hochsommer kann man hier eine Ausnahme machen. Wird im Winter ein Fenster über Nacht versehentlich offen gelassen, so muss die Heizung ständig auf voller Kraft laufen, um ein Einfrieren zu verhindern. Diese Energie würde genügen, um ein Wohnzimmer mehrere Tage lang zu heizen! Selbst im Frühjahr oder Herbst kann es vorkommen, dass die Nachttemperaturen stark abfallen obwohl es am Tage ziemlich warm gewesen ist. Muss ein Fenster dennoch über Nacht geöffnet bleiben, so sollte man sichergehen, dass keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind und außerdem die Heizung im Raum auf die „Schneeflocke“ herunterdrehen. Tipp: Bei starken Minusgraden auch noch die Rollläden ganz herunterlassen. Das Luftpolster zwischen Fenster und Rolladen isoliert zusätzlich um Heizkosten sparen zu können.

 

9. Richtiges Entlüften der Heizkörper

Bei Undichtigkeiten im Heizungssystem kann sich mit der Zeit Luft in den Rohren bilden, die sich dann in den Heizungskörpern ansammelt. Mit der Zeit wird diese Luftblase immer größer und kann oftmals ein Drittel oder die Hälfte des Heizungskörpers ausfüllen, ohne dass man es diesem ansieht. Da Luft aber die Wärme deutlich weniger gut weiterleitet als Wasser, funktioniert die Heizung nicht mehr so effizient. Meist bemerkt man den Fehler schon durch Berührung. Die Heizung wird selbst auf Stufe 5 nur mehr laufwarm. In solchen Fällen muss entlüftet werden. Dies geschieht über ein Ventil, dass sich normalerweise am entgegengesetzten Ende zum Heizungsthermostat befindet. Ein Schraubendreher, oder besser ein Spezialschlüssel, wird hierfür benötigt. Man sollte auch ein Gefäß unter das Ventil halten, um eventuell austretendes Wasser aufzufangen. Achtung: Das Wasser ist heiß!

 

10. Heizkörper nicht zustellen

Die Heizung mit Möbeln oder Gegenständen zu verstellen ist eine oft zu beobachtende Praxis, die leider der Heizungseffizient nicht gerade förderlich ist. Durch das Zustellen kann die Luft nicht optimal zirkulieren. Um den Heizungskörper bildet sich eine Blase aus warmer Luft, der Rest des Raums bleibt dagegen kühl. Um dem entgegen zu wirken, drehen viele Leute die Heizung nur noch stärker auf, was Kosten verursacht und völlig unnötig wäre, wenn die Heizung gut zugänglich wäre. Gleiches gilt auch für die beliebte Praxis, den Heizungskörper vor allem im Winter mit feuchter Wäsche zu behängen. Besser ist es dagegen, diese auf einem Wäscheständer in der Nähe, aber eben nicht unmittelbar vor dem Heizungskörper, zu platzieren.

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Heizkosten sparen und Rollokästen abdichten!

 

11. Heizkörpernischen und Rollladenkästen

Vor allem in Altbauten sind Heizkörpernischen und Rollladenkästen beliebte Schwachstellen, durch die Kälte ins Zimmer dringen kann. Die Wand ist an der Heizkörpernische dünner und somit auch kälter. Daher wird hier in der Heizkörpernische zwischen Wand und Heizung gerne eine Dämmung aus Schaumstoff und Metallfolie eingebracht. Auch das Innere des Rollladenkastens lässt sich mit einer Schaumstoffmatte etwas isolieren.

 

12. Die Fenster auf Dichtheit prüfen

Undichte Fenster lassen permanent Wärme entweichen. Sie sind vor allem bei unsanierten Altbauten ein Problem. Selbstklebende Isolierbänder können Abhilfe schaffen, wenn das Budget oder Bauverordnungen keine neuen Fenster zulassen sollte. Achtung: Auch bei neuen Fenster kann Zugluft entstehen, wenn diese nicht korrekt im Rahmen justiert sind. Daher sollte man alle paar Jahre den richtigen Sitz des Fensters prüfen und gegebenenfalls die Scharniere justierten.

 

13. Außentüren abdichten

Genauso wie Fenster können auch undichte Türen zu hohe Heizkosten verursachen. Auch hier kann ein Isolierband zwischen Tür und Rahmen helfen. Größte Schwachstelle ist jedoch oft die Türschwelle. Als Notlösung kann man sich auch mit einem Zugluftkissen behelfen.

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Heizkosten sparen Rohre dämmen mit spezieller Rohrdämmung!*

 

14. Heizungsrohre dämmen

Offen verlegte Heizungsrohre geben sehr viel Wärme an die Umgebung ab. Dies ist in der Regel aber gar nicht erwünscht. Bei Neubauten werden die Rohre inzwischen ohnehin meist im Mauerwerk verlegt. Bei Altbauten sind sie dagegen häufig offen zu sehen. Isolierungen aus Schaumstoff, die mit wenig Aufwand über die Rohre gezogen werden können, helfen bei der Reduzierung von Heizkosten.

 

15. Heizungsanlage reinigen lassen

Mitunter können auch Verunreinigungen im Heizungssystem Schuld sein, dass die Heizung nicht mehr richtig heizt. Diese können sich in Heizungskörpern, in den Rohrleitungen aber auch im Heizkessel ansammeln und den Wärmeaustausch oder den Durchfluss beeinträchtigen. Eine Spülung des Heizungssystems ist dann nötig. Diese sollte aber nur durchgeführt werden, wenn es wirklich Indizien für eine Verunreinigung gibt. Am besten konsultiert man in diesem Fall einen Heizungsfachmann.

Heizkosten sparen Heizung reinigen

Heizkosten sparen und Heizung regelmäßig reinigen lassen!

 

16. Ist Ihre Heizungspumpe energieeffizient?

Alte Heizungspumpen sind oftmals vernachlässigte Faktoren, wenn es um Heizkosten geht. Neue energieeffizient Pumpen sind oftmals effizienter und verbrauchen weniger Strom. Außerdem regeln sie die Pumpleistung dynamisch je nach Bedarf. Alte Pumpen laufen dagegen häufig im Dauerbetrieb. Auch eine für das Heizungssystem falsch dimensionierte Heizungspumpe kann vermeidbare Kosten verursachen.

 

17. In der Nacht die Heizleistung herunterfahren

Wer in einem Eigenheim lebt, der sollte seinen Heizkessel so einstellen, dass der Verbrauch in den Nachtstunden heruntergefahren wird, um Heizkosten sparen zu können. Zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens laufen in den meisten Haushalten ohnehin keine Heizungen und es wird auch kein heisses Wasser mehr benötigt. Daher lohnt es sich, die Grundtemperatur des Kessels in der Nacht niedriger zu programmieren. Dadurch lässt sich pro Nacht bereits ein Liter Heizöl sparen. Bei gut gedämmten Gebäuden kann die Heizung nachts auch komplett abgeschalten werden, dadurch spart man zusätzlich den Strom für die Umwälzpumpe.

 

18. Elektronische Thermostate einbauen

Geld lässt sich auch durch den Einbau elektronischer Thermostatvarianten sparen. Einmal programmiert, befreien Sie von der Notwendigkeit, jeden Tag in jedem Raum der Wohnung die Temperatur manuell regeln zu müssen. Heute bekommt man sie schon für 20-30 Euro. Ohnehin müssen Heizungsthermostate nach einigen Jahren ausgetauscht werden, weil auch sie altern. Bei dieser Gelegenheit kann man dann gleich auf die elektronische Variante umrüsten. Vor allem bei unsanierten Altbauten können so zwischen 10 % und 30 % an Heizkosten gespart werden.

Heizkosten sparen Hände Waschen

 

19. Hände mit kaltem Wasser waschen

Der Heizungskessel erhitzt in den meisten Haushalten nicht nur die Zentralheizung, sondern auch das Warmwasser. Jedes Mal, wenn heisses Wasser entnommen wird, muss der Boiler daher wieder aufgeheizt werden. Wer Heizkosten sparen will, sollte man auf heisses Wasser verzichten, so es denn möglich ist. Gerade im Sommer genügt bei leichten Verschmutzungen auch kaltes Wasser zum Händewaschen.

 

20. Sparduschkopf statt Dauerduschen

Wird eine große Menge Warmwasser auf einmal entnommen, braucht die Heizung besonders lange, um den Boiler wieder zu erhitzen. In dieser Zeit kann die Wärme außerdem nicht für das Heizungssystem zur Verfügung gestellt werden. Ein Sparduschkopf hilft deshalb nicht nur bei der Reduzierung der Wasserkosten, sondern auch der Heizkosten!

Heizhosten sparen mit dem Duschkopf

Heizhosten sparen mit einem Wasser spar Duschkopf

 

Heizkosten Sparen kann so einfach sein!

Wenn man sich an einige hier aufgeführten Schritte hält, sind Energie einsparpotentiale von über 40 % möglich. Solch ein Sparduschkopf kostet nur wenige Euro und kann bei einem Familienhaushalt enorm ins Gewicht fallen. Viel Spaß beim aufstöbern der Energiefresser und viel Erfolg. Weitere tolle Tipps findest du auch beim Umweltbundesamt.

 


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– Wo kann man Heizkosten sparen?
– Wie kann man Heizkosten sparen?
– Wie Energiekosten sparen?


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